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Medienfrühling 1990

Im gesamten Land finden nun Großdemonstrationen statt. Aufgrund des Drucks der Straße muss die SED ihre Macht Stück für Stück abgeben. Diese und vor allem das Medienmonopol gibt sie nicht freiwillig auf. Die Stellvertreter der Massen, die neuen Parteien und Bürgerbewegungen müssen sich auch nach den friedlichen Demonstrationen die Pressefreiheit weiterhin erkämpfen. Beispielsweise will die neue SED-Regierung um Hans Modrow die Nachrichtenagentur als staatliche Einrichtung erhalten, was am Veto der Opposition scheitert. Der Zentrale Runde Tisch als oppositionelles Ersatzparlament und die Volkskammer arbeiten ein neues Mediengesetz aus. Der Beschluss der Volkskammer über die Gewährung der Meinungs-, Informations- und Medienfreiheit vom 5. Februar 1990 setzt der Zensur und dem SED-Medienmonopol endgültig ein Ende.