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Leipzig auf dem Weg zur Revolution

Leipzig auf dem Weg zur Revolution

In Leipzig entwickeln sich ab 1988 die Friedensgebete in der Nikolaikirche zu politischen Veranstaltungen. Die politisch-alternativen Gruppen treten zunehmend aus dem Schutzraum Kirche heraus und gewinnen immer mehr Sympathisanten. Darauf reagiert der Staat gewaltsam und die Sicherheitskräfte verhaften massenhaft die Demonstranten. Während der Leipziger Herbstmesse im September 1989 dokumentieren zahlreiche Vertreter der Westpresse das offen gewaltsame Vorgehen der Staatssicherheit. Die SED-Presse benennt die wahren Problematiken, die hinter den Protesten von Opposition und Ausreiswilligen stehen nicht. Stattdessen berichtet sie abschätzig über die Demonstrationen. Dennoch lassen sich die Menschen von einem Besuch der Friedensgebete nicht abbringen. Am 2. Oktober 1989 demonstrieren bereits 25.000 Menschen.

Forderung nach Pressefreiheit und deren Folgen in Leipzig

Forderung nach Pressefreiheit und deren Folgen in Leipzig

Mitglieder Leipziger politisch-alternativer Gruppen stellen offen die eingeschränkte Pressefreiheit in Frage. Anfang 1989 verfassen sie das Flugblatt mit dem Titel „Aufruf an alle Bürger unserer Stadt.“ Darin fordern sie die Leipziger auf, am 15. Januar, dem Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, zu demonstrieren.

Glasnost

Glasnost

Mit dem Machtantritt des sowjetischen Staatschefs Michael Gorbatschow im Jahr 1985 werden demokratische Reformen im Ostblock eingeleitet. Seine politische Formel lautet Glasnost (Offenheit/ Öffentlichkeit) und Perestroika (Umbau). Mit Glasnost soll die ideologisch begründete Einschränkung der Pressefreiheit gelockert und schließlich aufgehoben werden.

Eingriff

Eingriff

Besonders massive Eingriffe durch das Presseamt muss die Redaktion der Berlin-Brandenburgischen Zeitung „Die Kirche“ im Jahr 1988 erdulden. Die fertigen Druckfahnen kontrolliert das Presseamt kurz vor Drucktermin. Berichte müssen entweder gänzlich gestrichen oder auf spätere Ausgaben verlegt werden.

Barbara Tewes

Barbara Tewes

Barbara Tewes wird in Nagold (Baden Württemberg) geboren. Ihre Mutter erbt 1957 die Firma des Vaters im sächsischen Neuhausen. Daraufhin siedeln die Eltern mit ihren drei Kindern in die DDR über. Die Familie besitzt ein großes Anwesen mit Villa und führt ein bürgerliches Unternehmerleben im sozialistischen Staat. Gleichwohl sind sie traditionell der Arbeiterschaft eng verbunden. Auch Barbara Tewes’ Erziehung passt nicht ins Bild der sozialistischen Gesellschaft. Sie erhält Reit- und Tennisunterricht. Aufgrund der Erzählungen ihres weitgereisten Vaters blickt sie bereits im Schulalter über den „Tellerrand“ hinaus. All dies ist den kommunistischen Machthabern ein Dorn im Auge. Die Familie steht unter besonderer Beobachtung der SED und der Staatssicherheit.

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Medienpolitik unter dem Diktat der Sowjetischen Militärverwaltung 1945-1949

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus im Jahr 1945 übernimmt die Sowjetische Militäradministration (SMAD) die politische Führung im sowjetisch besetzten Teil Deutschlands. Die Machtbefugnisse der Militärführung umfassen alle Bereiche des politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens - auch die Medienpolitik.