Displaying items by tag: Mediensystem


Rotes Kloster - Parteijournalismus

Rotes Kloster - Parteijournalismus

Die Ausbildung des journalistischen Nachwuchses erfolgt unter der Federführung der SED. Die einzige universitäre Ausbildungsstätte für Journalisten ist die 1954 gegründete Fakultät für Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig – bekannt geworden unter dem Namen das „Rote Kloster“. Die Einrichtung untersteht direkt der Abteilung Agitation und Propaganda des Zentralkomitees der SED. Das Studium ist stark ideologisch ausgerichtet und die Journalisten werden zu „Funktionären der Arbeiterklasse“ ausgebildet. Der Großteil der Absolventen des „Klosters“ entscheidet sich für eine Mitgliedschaft in der SED. Denjenigen, die sich nicht in das Muster des Parteijournalisten einfügten, steht keine lange Karriere bevor.

Radio und Fernsehen in der DDR

Ab den 1960er-Jahren gewinnt das Fernsehen zunehmend an Bedeutung. Die SED unterstützt die Produktion von Fernsehgeräten, da sie zum einen die Politik der Konsumorientierung befördert und zum anderen sieht die Partei große Möglichkeiten der ideologischen Beeinflussung.

Zum Kiosk

Zum Kiosk

Die Bevölkerung in der DDR steht im internationalen Vergleich hinsichtlich des Konsums an Presseerzeugnissen auf einem der höchsten Ränge. Die Preise für Druckschriften sind sehr gering und staatlich subventioniert. Zeitungen kosten lediglich 15 Pfennig, Illustrierte Wochenzeitungen 60 Pfennig und Illustrierte etwa 1,50 Mark. Im Jahr 1987 werden allein die Tageszeitungen mit 360 Millionen Mark bezuschusst.

Ausbau und Lenkung des Mediensystems seit Gründung der DDR 1949

Ausbau und Lenkung des Mediensystems seit Gründung der DDR 1949

Stück für Stück überträgt die SMAD die Medienpolitik auf die SED. Mit Gründung der DDR im Oktober 1949 tritt deren Verfassung in Kraft. Darin wird die freie Meinungsäußerung verankert und eine Zensur ausdrücklich ausgeschlossen. Dennoch baut die SED das Mediensystem zu einem komplexen institutionellen und personellen Lenkungs- und Kontrollsystem weiter aus.