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Aufbruch in Forst

Aufbruch in Forst

Das Samisdat Heft „Aufbruch“ des Ökumenischen Friedenskreises Forst (ÖFK) erscheint erstmalig im Januar 1988. Ende des Jahres greifen die staatlichen Organe hart durch, um die Herausgabe zu verhindern. Das Ministerium für Staatssicherheit bekämpft die Herausgabe mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln. Die Herausgeber werden mit hohen Ordnungsstrafen sanktioniert. Die Mitglieder des ÖFK weigern sich, die Strafen zu bezahlen. Im Januar 1989 haben sich bereits 8.000 Mark angehäuft. Durch landesweite Informationen kommt es zu einer Solidarisierungswelle und Geldspenden.

Wege in die Öffentlichkeit

Wege in die Öffentlichkeit

In den 1980er-Jahren gründen sich immer mehr oppositionelle Gruppen, die das Medien-, Meinungs- und Informationsmonopol der SED in Frage stellen und offensiv umgehen. Genau ihre gesellschaftskritischen Themen belegt die SED mit einem Tabu und hält Informationen zurück. Die Gruppen führen ihre eigenen Veranstaltungen durch, erarbeiten Ausstellungen, malen Transparente, drucken Flugblätter oder Plakate. Es kommt immer wieder zu Protestaktionen oder Protestmärschen, mit dem Versuch Öffentlichkeit herzustellen. Dieses öffentliche Agieren für Frieden, Umwelt oder Menschenrechte bekämpft die SED mit ihren Repressionsorganen. Die Aktivisten müssen mit beruflichen und sozialen Nachteilen rechnen und sind Verhaftungen und Hausdurchsuchungen ausgesetzt.